Maßnahmen gegen das Coronavirus

Entwicklung neuer Masken

Das HRW-FabLab unterstützt mit seinem Equipment und Kompetenzen die Initiative „MakerVsVirus“ welche eine dezentrale Produktion und Verteilung von Behelfsvorrichtungen zur Eindämmung des Coronavirus organisiert.

Filter bieten, nach Befeuchtung durch austretende Atemluft, keinen Schutz mehr, wodurch dieser regelmäßig gewechselt werden muss.

 Es bieten sich zwei Optionen an:

  • Filter für Ein- und Ausatmung: Schutz für Person und Umwelt, allerdings nur für kurze Zeit aufgrund der Befeuchtung durch Atemluft.
  • Filter für Einatmung: Schutz für Person aber nicht für die Umwelt, allerdings länger nutzbar.
Maske aus einem 3D-Drucker mit einem Filter für Ein- und Ausatmung
FFP3 Maske mit einem Filter für Ein- und Ausatmung
Zwei Filter für Einatmung (links, rechts) und ein Filter für Ausatmung (mitte)

Unser Forschungsteam entwickelt gerade sowohl neue Maskendesigns als auch Optionen für bereits vorhandene Masken, um den Schutz gegen das Virus zu verbessern.

  • Der Bereich des Produktdesigns spezialisiert sich hauptsächlich auf ergonomische Anpassung, um eine hohe Abdichtung zu erzielen.
  • Ein weiterer Bereich des Forschungsteams befasst sich mit der Überprüfung diverser Filter. Es wird dabei unter anderem auf Funktionalität, Verfügbarkeit und medizinische Unbedenklichkeit geachtet.

Unterstützung des HRW-FabLabs

Das HRW-FabLab unterstützt das Erstellen von Prusa Protective Face Shields und ähnlichen Alternativen, in Zusammenarbeit mit ruhr:HUB und das Nähen von Masken mit der Diakonie Bottrop.

Sollte Eigeninitiative zum Unterstützen ergriffen werden, können Sie den Anweisungen des Bundesministeriums für Gesundheit und des Robert-Koch-Instituts folgen.

Wichtig: Beim Tragen von Face Shields und Stoffmasken (beziehungsweise undichte Masken) soll kein falsches „Sicherheitsgefühl“ entstehen und weiterhin auf entsprechende Hygiene geachtet und sozialer Kontakt so gering wie möglich gehalten werden.

https://www.kvno.de/downloads/newsletter/corona_wiederverwendung_masken.pdf

Face Shields:

Face Shields können die Gefahr, einer Übertragung des Virus durch Tröpfchen, verringern. Das Team vom HRW-FabLab druckt von Zuhause aus Prusa Protective Face Shields.

Zudem werden Alternativen ohne 3D-Druck Verfahren getestet, um eine schnellere Produktion zu ermöglichen.

Von der Hochschule-Rhein-Waal und das FabLab Kamp-Lintfort wurde ein Visier, für die Produktion mithilfe eines Lasercutters, entwickelt. Mehr dazu auf:

https://fablab.hochschule-rhein-waal.de/visier

Stoffmasken:

Durch das Tragen einer Stoffmaske wird die Umgebung geschützt, da der Ausstoß von Sekrettröpfchen abgebremst wird.

https://www.facebook.com/watch/?v=265670631115242
Dieses Video visualisiert wie weit Tröpfchen mit und ohne Maske fliegen

Bei Eigeninitiative, achten Sie, neben den oben genannten Anweisungen des Bundesministeriums für Gesundheit und des Robert-Koch-Instituts, auf die richtigen Vorkehrungen bei neuen Masken. Ein wichtiger Aspekt ist das „Heißwaschen“.

Aus mehreren Gründen müssen neue Stoffmasken unbedingt so heiß wie möglich gewaschen werden:

  1. Neuer Stoff ist meist mit einer Appretur versehen, damit er sich besser wickeln und schneiden lässt. Diese muss rausgewaschen werden.
  2. Die Stoffe, insbesondere, wenn sie bunt sind, beinhalten Reste von Chemikalien, welche entfernt werden müssen, speziell, weil sie direkt an Mund und Nase anliegen.
  3. Baumwolle läuft bis zu 10% beim Waschen ein. Wenn der Stoff also ungewaschen verarbeitet wird und die Masken anschließend bei 60 oder 90 Grad gewaschen werden, besteht die Gefahr, dass die Masken zu klein ausfallen. Deshalb am besten den Stoff bei mind. 60 Grad waschen und im Trockner trocknen, damit ein Einlaufen verhindert werden kann.

Einige Masken, welche nicht gewaschen werden können, können, laut Prof. Klaus-Dieter Zastrow, bei 80°C für 30min im Ofen gereinigt werden:

https://www.bild.de/ratgeber/2020/ratgeber/corona-masken-koennen-im-backofen-desinfiziert-werden-69761392.bild.html

Weitere Maßnahmen:

Abseits von Masken werden auch andere Hilfsgegenstände erprobt und getestet.

Eine Maßnahme, welche angegangen wird, sind alternative Türgriffe.

Hier ein Druck von CIM UPC:

Eine andere Alternative bieten Hilfsgegenstände, welche den direkt Kontakt von Hand und Türgriff verringern/vermeiden sollen:

https://3dprintnovesia.de/
Dieser Artikel dient lediglich als Hilfestellung. Wir übernehmen keine Haftung etwaiger Personen- und Sachschäden, die sich aus dem Gebrauch oder Missbrauch der auf der Seite dargestellten Methoden und Verhaltensmaßnahmen ergeben. 

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