Forschung und Entwicklung sind neben der Lehre ein großer Schwerpunkt im HRW-Fablab. Die vielfältgen Projekte ermöglichen uns, ein multiprofessionelles Team aufzubauen und unsere Kompetenzen auf einem breiten Gebiet einzusetzen und weiterzuentwickeln. Im Folgenden eine Aufzählung unserer aktuellen und kommenden Projekte.


Cross-Innovation-Lab -Niederhein (Xi-Lab)

Projektverantwortung: Prof. Dr. Michael Schäfer 
Gefördert durch: REGIO.NRW
Dauer: 01.10.2019 – 30.06.2022

Um die Innovationsfähigkeit von Unternehmen zu verbessern, etabliert das Verbundprojekt „Cross Innovation Lab – Niederrhein“ einen neuartigen methodischen Ansatz für ein regionales Innovationssystem, das in hohem Maße auf Aktivierung regionaler Akteure durch „Mitmachen“ in konkreten Ideenfindungs- und Umsetzungsprozessen beruht.
Die an der Innovationsumsetzung beteiligten FabLabs der Hochschulen Rhein-Waal und Ruhr-West sind als offene Werkstätten ideale Orte für Inspiration, kreativen Austausch und praktische Umsetzung („dritte Orte des Lernens“).
Die Methodenentwicklung erfolgt in mehreren Durchläufen anhand zeitlich begrenzter Innovationsprojekte, deren Ergebnis konkrete Demonstratoren sind. Die potentiellen relevanten regionalen Akteure – Hochschulen, Mittelstand, Wirtschaftsvertreter, Arbeitsvermittler, Schulen, Praktiker, Bevölkerung – werden in praktischen Workshops vernetzt und zur Mitarbeit angeregt, um
transdisziplinäre Kenntnisse und Fähigkeiten in Lösungen zu überführen (Cross Innovation) und das gemeinsam generierte Wissen, wie auch die Prototypen, öffentlich zu teilen (Open Source).

Bots2learn

Digitalisierung gestalten durch Entwicklung, Bau und Programmierung von smarten Robotersystemen
Projektverantwortung: Prof. Dr. Michael Schäfer
Mitarbeiter*innen: Lena Hagenauer
Gefördert durch:
EFRE-zdi
Dauer:
01.04.2020 – 31.07.2022

Ziel ist der Aufbau des ZDI-Schülerlabors „HRW FabLab“ am neuen Standort „Prosper III“, um insbesondere Schülerinnen für MINT intrinsisch zu begeistern, indem Sie lernen mit den Mitteln der Digitalen Fertigung Ihre eigenen Roboter zu entwickeln, zu bauen und zu programmieren.
Das Projekt „BOTS2Learn“ greift hierbei die Schlüsseltechnologien Robotik und Künstliche Intelligenz auf und ermöglicht Schülerinnen und Schülern frühzeitig die neuen Technologien in einer Experimentier-Umgebung zu begreifen und sich in die Welt von morgen hineinzudenken. 
Ausgehend vom Quartier Prosper III sollen hiermit insbesondere bildungsferner Schichten entlang der gesamten Bildungskette für MINT aufgeschlossen werden.
Darüber hinaus wird versucht mit den Schüler*innen ein modulares Open Source Produkt zu entwickeln, welches stetig weiter konzipiert wird und der ZDI-Community zur Verfügung steht.
Dieses übergeordnete Konzept ermöglicht anderen ZDI-Zentren, Schülerlaboren und Schulen von der Entwicklung zu partizipieren und eine gemeinsames Ökosystem zur Unterstützung von Schüler*innen und Lehrer*innen aufzubauen.


Wetropolis

3D-Hochwasser und hydrologische Modelle als Bildungsinstrument

Projektverantwortung (HRW): Prof. Dr. Michael Schäfer
Gefördert durch: Europäischer Fond für Regionale Entwicklung
Laufzeit: 4/2019 – 12/2021

(Orginaltitel: Wetropolis – Besluitvorming, Outreach en Onderwijs met 3D overstromingsen hydrologische modellen)

Aufgrund des Klimawandels nehmen einerseits starke Regenfälle und andererseits Dürreperioden und Hitzestress zu. Dies erfordert ein angepasstes Wassermanagement, um die negativen Auswirkungen zu vermeiden.
Das Wetropolis-Projekt unterstützt die Entscheidungsfindung und Beratung im Bereich Wasserwirtschaft und Klimaanpassung. Das Konsortium verwendet physische und erweiterte Realität (AR) -Modelle, die in ihrer Interaktion und Wirksamkeit für die Politikunterstützung durch die ITC / University of Twente und Saxion Smart Cities und in ihrer Hydrologie von der University of Leeds, Deltares und RWS validiert werden. 

Das Fablab der HRW in Bottrop unterstützt das Konsortium durch seine Kontakte in das europäischen Fablab-Netzwerk, die Unterstützung von Wissenschaftskonferenzen und die Erstellung von 3D-Ausstellungsobjekten nach dem Wetropolis-Modell.

Escher Lippe 4

Projektverantwortung: Prof. Dr. Michael Schäfer
Projektleitung: Lukas Hellwig
Gefördert durch: Umbau 21 – Smart Region, Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen
Dauer: 2/2018 – 04/2021
Projektwebseite:
 el4.org

Das Forschungsprojekt Emscher-Lippe(gesprochen: Emscher-Lippe hoch 4) setzt bei seinem Bestreben zur Lösung der Herausforderungen der Digitalisierung in der modernen Arbeitswelt auf das Instrument von FabLabs in Verbindung mit Maßnahmen zur Schaffung sozialer Innovationen.
In dem Verbundprojekt haben sich die folgenden acht Partner zusammengeschlossen: 

  • Stadt Bottrop
  • Bottroper Werkstätten (Diakonie)
  • Hochschule für Gesundheit in Bochum
  • matrix GmbH & Co. KG
  • Sozialforschungsstelle Dortmund, Zentrale Wissenschaftliche Einrichtung der TU Dortmund
  • Bergische Universität Wuppertal | SIKoM+ – Institut für Systemforschung der Informations-, Kommunikations- und Medientechnologie (BUW)
  • e.b.a. gGmbH
  • Hochschule Ruhr West (Konsortialführung)

Die Zielgruppe des Projektes sind Menschen mit Beeinträchtigungen, die direkt und indirekt unterstützt werden sollen. In einem integrativen Gesamtkonzept fokussiert Emscher-Lippe4 vier Schwerpunkte, die im Folgenden mit den zugehörigen Maßnahmen dargestellt werden:
1. Digitalkompetenz vermitteln
Informationsangebote für Arbeitnehmer*innen und Bürger*innen mit Beeinträchtigungen oder dem direkten Umfeld, mit denen u.a. Berührungsängste zum Thema Digitalisierung abgebaut werden sollen.
2. Unternehmen für digitale Innovationen aufschließen

Aktivierung von Unternehmen für digitale Prozesse und Fertigung. Darstellung von Möglichkeiten der Nutzung. Information und Sensibilisierung zu Potentialen im Rahmen von Angeboten mit Fokus auf Hilfs- und Assistenzmittel.
3. Erproben digitaler Fabrikationsmethoden

Digitalisierung und digitale Fabrikation von hochindividuellen Hilfsmitteln, Assistenzsystemen und Individualprodukten, um die Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigungen in Arbeitswelt und Gesellschaft aufrecht zu erhalten und auszubauen.
4. Anschieben sozialer Innovationsprozesse

Sensibilisierung und Innovation für Stadt, Wirtschaft, Vereine und Interessierte, um sie mit den Möglichkeiten der Digitalisierung und neuen Kooperationsformen wie dem Co-Working vertraut zu machen.

Cook.3D

Projektverantwortung: Prof. Dr. Michael Schäfer
Gefördert durch: 
INTERREG Deutschland – Niederlande
Dauer: 
8/2018 – 7/2020

Der Fokus des Projektes FOOD2020 liegt auf der Bewältigung sozialer und gesellschaftlicher Herausforderungen im Global Food System. Mit einem Budget von 4,4 Mio. Euro werden 19 Innovationsprojekte zu den Themenfeldern Lebensmittelsicherheit, Ernährungssicherheit, Gesunde Lebensmittel, Soziale Innovation und Nachhaltigkeit gefördert.

Im Teilprojekt Cook.3D entwickelt die HRW zusammen mit weiteren Partnern einen „Küchenroboter“, der neben der individualisierten additiven Fabrikation (umgangssprachlich 3D-Druck) von pastösen Lebensmitteln auch deren Zubereitung übernimmt.

FOOD2020 wird im Rahmen des INTERREG-Programms Deutschland-Nederland durchgeführt und durch die Europäische Union, das MWIDE NRW, dem Niedersächsischen Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, das niederländische Wirtschaftsministerium sowie die Provinzen Drenthe, Fryslân, Gelderland, Groningen, Limburg, Noord-Brabant und Overijssel mitfinanziert.

Weitere Informationen: https://www.food2020.eu

EU-ANTRAG-FH, HORIZON 2020

Projektverantwortung: Prof. Dr. Michael Schäfer 
Gefördert durch: BMBF
Dauer: 01.11.2019 – 15.04.2020

Ziel dieser Unterstützungsmaßnahme ist die erfolgreiche Antragsstellung innerhalb des EU-Förderprogrammes „Horizon 2020“.
Mit den bereitgestellten Mitteln bauen wir ein binationales Konsortium in Kooperation mit der Technischen Hochschule in Bari auf und entwickeln gemeinsam einen Antrag mit den FabLabs in Bari und an der HRW im Zentrum und reichen diesen zum 15.04.2020 ein.